Diese Woche: Netzwerk Recherche Jahreskonferenz

30.06.

Ab Freitag findet wieder die zweitägige Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche statt. In Hamburg sprechen auf etwa 100 Panels rund 200 Referenten. Eine beeindruckende Liste an internationalen Gästen steht zur Auswahl. Dazu werden großartige Themen angeboten. Drei Veranstaltungen durfte ich vorbereiten. Ihr solltet kommen.

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Das Programm und eine genaue Übersicht der Referenten findet ihr hier auf der Konferenz-Website. Es wird um einige Themen gehen, die in den letzten Monaten im Fokus standen wie Überwachung und sichere Kommunikation oder die Ukraine – mit den Machern von YanukovychLeaks. Es werden aber auch grundsätzliche Themen diskutiert, die immmer wichtiger werden: Internationale Teamrecherchen, Journalisten-Neugründungen, Finanzierung und digitales Storytelling.

Für Studenten, Journalistenschüler und Volontäre kosten die beiden Tage 30 Euro, für Mitglieder 65 und für alle anderen 135. Da ich in diesem Jahr bei drei Storytelling-Panels am Samstag bei der Organisation geholfen habe, konnte ich ein wenig hinter die Kulissen schauen und habe nun noch mehr Respekt vor den Machern dieser Konferenz. Die Referenten erhalten kein Honorar und die Organisation der Konferenz arbeitet fast komplett ehrenamtlich. Dieser Einsatz lässt alljährlich die beste Journalisten-Konferenz in Deutschland entstehen.

Wer Lust hat bei den Storytelling-Veransaltung vorbeizuschauen. Hier der kurze Überblick: Alle drei Panels finden am Samstag statt. Immer in Raum R1. Ihr könnt bis Nachmittags einfach sitzen bleiben.

10:30-11:30 Uhr

Gregor Aisch wird aus New York anreisen und über seine Erfahrungen als Graphic Editor beim Premium-Storytelling-Medium berichten. Er wird insbesondere über Teamstruktur, Entwicklung und Dramaturgie von digitalen Storytellings sprechen. Wer Bock auf kreativ erzählte Geschichten im Netz hat, aber in Vergangenheit an der Umsetzung von Ideen scheiterte, sollte vorbeischauen. Wer einfach nur wissen will, wie die NYT eine unglaubliche digitale Story nach der nächsten rausballern kann, sollte auch Platz nehmen.

11:45-12:45

Ursprünglich sollte hier Simon Sturm mit auf dem Panel sitzen. Leider musste er kurzfristig absagen, was ich sehr bedauere. Die erfreuliche Konsequenz: Jetzt sitzen wir sogar zu dritt auf dem Podium, da die Schweizer Kollegen Sylke Gruhnwald (NZZ) und Benjamin Wiederkehr (Interactive Things) kurzfristig einspringen. Wir wollen mit Euch Entwicklungen im digitalen Storytelling von kleinen und großen Geschichten der letzten Monate anschauen und diskutieren, was in Zukunft möglich ist. Dieser Workshop soll Inspiration für zukünftige Geschichte geben.

Mittag. Yamm.

14:15-15:15 Uhr

Arnold von Bruggen reist aus den Niederlanden an und wird erzählen wie er seine Recherche über die Putin-Winterspiele in Soschi umgesetzt hat. Seine Recherche und daraus entstandene Storytelling-Website THE SOCHI PROJECT hat er durch Crowdfunding und Stiftungsgelder finanziert. Nach dem Launch hat er seine Recherche weiter crossmedial aufbereitet. Mit seinem Online-Shop sichert er sich eine nachhaltige Finanzierung der Story, verkauft E-Books und Fotos. Dazu präsentiert er weltweit die Fotos seiner Recherche in Ausstellungen. Dieser Vortrag soll breite Möglichkeiten zeigen, mit denen man seine Recherche aufbereiten und finanzieren kann. Moderiert wird diese Session von Daniel Drepper, der dann frisch von seinem Auslandsjahr als Fellow am Stabile Center for Investigative Journalism und Scholar am Brown Institute for Media Innovation der Columbia University in New York City zurückgekehrt sein wird.

Abschließender Werbeblock: Unsere Olivenöl Recherche

© Nick Böse

© Nick Böse



Zwei Schwerpunkte haben mich zuletzt neben der Basis – Recherche – besonders interessiert. Ich möchte in Teams Geschichten angehen und gerne mehr mit Journalisten aus aller Welt zusammen arbeiten. Und ich möchte die Geschichten am Ende so aufbereiten, dass der Leser unterhalten wird, wenn er die Inhalte konsumiert.

Unter anderen aus diesen beiden Motiven wurde vor ein paar Tagen die Storytelling-Website OLIVENÖL KARTELL veröffentlicht, indem ich mit exzellenten Journalisten zusammenarbeiten durfte. In Italien haben die Kollegen des Investigative Reporting Project Italy (IRPI) bei der Recherche geholfen. Daniel Drepper hat aus New York mitgearbeitet. David Schraven und ein paar technische und grafische Unterstützer arbeiteten aus Deutschland an der Geschichte mit.

Die Geschichte über das Millionengeschäft mit Olivenöl steht in Deutsch und Englisch online.

2 Kommentare zu "Diese Woche: Netzwerk Recherche Jahreskonferenz"

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  2. I told my grandmother how you helped. She said, “bake them a cake!”


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