-UCI-Wahl 2013: Nominiert? Ja. Nein. Ja. Nein… -Crashkurs UCI-Wahl 2013 -Liveblog von der UCI-Wahl

Crashkurs UCI-Wahl 2013

25.09.

Drei Tage vor der Wahl um das UCI-Präsidum für 2013 bis 2017 versuche ich einen Crashkurs für die Entscheidungen am Freitag zu geben. Wie wird gewählt? Wer wählt? Was wird gewählt?

Florence_small

Willkommen aus Florenz. Von hier werde ich bis Freitag die Wahl um das höchste Amt im Radsport begleiten. Der Umfang der Berichterstattung wird ein wenig von meiner körperlichen Verfassung abhängen, da geht gerade pünktlich zur Ankunft leider nicht mehr viel. Sommer-Herbst-Sommer Grippe. Oder so ähnlich. Diese Zeilen gelingen mir gerade nur in Zeitlupe.

So in etwa sieht meine Reiseroute heute und die nächsten Tage hier vor Ort aus.


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Heute geht es mit Basisinformation los. Zunächst die Agenda für Freitag, wenn von 9-13 Uhr im Palazzo Vecchio Hotel die UCI mit ihren Delegierten und nationalen Vertretern tagt. Wichtig für die Wahl sind insbesondere die Punkte 5, 10 und 11.



Für Punkt 5 “Proposals to change the Constitution” sind zwei Paragraphen in der jetzigen Satzung entscheidend. Der Artikel 51 wird aktuell wie folgt formuliert:

1. The candidates for the presidency shall be nominated by the federation of the candidate.
The candidates for the nine other elected offices shall be nominated by the respective continental
confederations.
2. Under penalty of inadmissibility, the nominations must be written in English or in French and
deposited at the registered office of the UCI ninety days prior to the date of the Congress.
3. If there is not a sufficient number of candidates, new nominations may be introduced during the
session of the Congress. The election will be limited to the new candidates; the candidates presented
according to Paragraphs 1 and 2 above shall be automatically elected.

Dieser Absatz soll darin neu ergänzt werden, hofft McQuaid:

In addition to the current rule for nominating candidates, any two national federations would also be entitled to nominate a candidate to stand for President of the UCI.

Abstimmen werden nicht die selben 42 Delegierten, die auch ein paar Minuten später den Präsidenten wählen, sondern die Vertreter der einzelnen Nationalverbände. [Das war Quatsch. Sind auch die 42 Herren]. Damit Pat McQuaid nominiert werden kann, braucht er eine zweidrittel Mehrheit. Alles geheim. Siehe Artikel 38 in der UCI-Satzung:

1. All proposals which fail to obtain the absolute majority of the votes cast shall be rejected. In
case of a tie, the proposal shall be rejected.
2. If the voting pertains to more than two possibilities, none of which obtained absolute majority, a second round of voting shall be organized on the two possibilities with the best score in the first round.
3. A majority of two thirds of the votes cast shall be required in the following cases:
a) expulsion of a member;
b) dissolution of the UCI;
c) amendment of the Constitution.
Nevertheless, the dispositions of Articles 23, 36, 38, 47, and 48.1 of the present Constitution cannot be amended except by a majority of three quarters of the votes cast.
4. Abstentions and null and void votes do not count.

Ob nun mit McQuaid oder ohne. Später werden die 42 Delegierten abstimmen. Für diese Entscheidung braucht der neue/ alte UCI-Präsident eine absolute Mehrheit. Abgestimmt wird wieder geheim. Welche Delegierten tatsächlich abstimmen, muss erst bis 9 Uhr bis Sitzungsbeginn bei der UCI gemeldet werden. So begründet auch die UCI und die von mir kontaktieren Verbände gerade, warum Sie keine Namen ihrer Delegierten rausgeben. An dieser Stelle kann ich zunächst nur 17 Namen aus Europa und Ozeanien nennen, die ich zusammentragen konnte.

Europa (UEC)
Duci Giovanni (ITA),
Jackson Charles (GBR),
Kirsch Toni (GER),
Langellotti Umberto (MON),
Lesnikova Victoria (RUS),
Maréchal Thierry (BEL),
Massak Rudolf (AUT),
Mattsson Yvonne (SWE),
Privara Peter (SVK),
Regenwetter Jean (LUX),
Roy Patrice (FRA),
Svoboda Slavomir (CZE),
Tiedemann Hansen Harald (NOR),
Wintels Marcel (NED)

Ozeanien
Richard Leggat (New Zealand)
Klaus Müller (Australia)
Dom Sansom (Fiji)

Soweit erstmal. Später oder morgen folgen dann weitere Infos zu den beiden Kandidaten Brian Cookson und Pat McQuaid. Bei Cookson habe ich heute Vormittag beim kurzen “Media Briefing” vorbeigeschaut. Dann auch mehr zu Kommunikationsprofi Mike Lee, VERO Communications, der heute moderierte und die Tage weiter gut kassiert.

Zu guter letzt noch ein guter alter Bekannter, der jede Woche noch zwischen Belgien und der Schweiz hin- und herfliegt. Was er da wohl macht? Teammanager anrufen?

2 Kommentare zu "Crashkurs UCI-Wahl 2013"

  1. Pingback: Liveblog von der UCI-Wahl | Jonathan Sachse

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