-Coding Lego #1

Coding Lego #1

8.01.

©jsachse

©jsachse


Auf einer dieser längeren S-Bahnfahrten durch Berlin twitterte ich vor ein paar Tagen meinen beruflichen Jahresrückblick und eine Vorschau aufs neue Jahr. Eine Mikrodosierung von 10 Punkten: 5x Rückblick und 5x Zukunft.

Wer neugierig ist, müsste auf meinen Twitterkanal bis zum 30. Dezember zurückspulen (Erweiterte Twittersuche scheint nicht mehr für 2012 zu funktionieren. Mein Hashtag #1213snacks wird nicht mehr angezeigt).

Einen Tweet möchte ich einbinden. Dieses Ziel soll mit diesem Blogeintrag in einem ersten Schritt in die Tat umgesetzt werden.



Warum will ich coden können?

Rollen wir das Feld von hinten auf: Ich werde mich in einem Jahr nicht Programmierer nennen dürfen. Ich werde auch nicht Facebook und seine Mitarbeiter hacken können.

Das Feld für Journalisten bei der digitalen Verarbeitung von Daten ist ein weites Feld. Ganz nach Effi Briest. Timelines, Datenbanken, interaktive Karten, Animationen, Web Scrapping, Real Time Data, eigene Programme – es gibt so viele Beispiele, in denen Coding mit Journalismus verknüpft werden kann. Hier sei auf Julius Tröger verwiesen, der im Juli 2012 eine wunderbare Übersicht zusammengestellt hat, die auch im Universalcode erschienen ist.

Ich breche meine eigenen Ambitionen auf vier Ziele runter, die ich in den nächsten 12 Monaten verwirklichen möchte:

#1 Coding verstehen lernen.
#2 Kleine Coding-Probleme selbst lösen können.
#3 Dimension und Möglichkeiten von Coding & Journalismus erkennen.
#4 Erste journalistische Codingerfolge erzielen.
#5 Mit echten Programmierern über Datenprojekte diskutieren können.

Wie will ich coden erlernen?

Hier orientiere ich mich an den Personen, die den Schritt bereits gewagt haben. David Bauer hat sein erstes #CodeYear Ende 2012 bilanziert. Der bereits oben erwähnte Julius Tröger ist bereits länger im Coding Business unterwegs. Für die ASA veröffentlichte er heute ein Motivationsschreiben.

In den nächsten zwei Wochen werde ich noch verschiedene Plattformen testen. Ich möchte einerseits konkrete Kurse absolvieren und Austauschplattformen suchen, um mit anderen Leitragenden oder Profis ins Gespräch zu kommen.

Zunächst zu den Kursen.

Screen: codecademy.com

Screen: codecademy.com



Die CodeAcademy reizt mich sehr. Usability gefällt mir und der erste kleine Test auch. Könnte ein spaßiger Einstieg sein. Vom Groove zum Drive.

Kurse werden auch auf w3schools.com, School of Data, Code School und Udemy angeboten. Werde ich mir alle anschauen, aber die Tendenz geht schon eindeutig Richtung CodeAcademy.

Nächste Frage: Wo finde ich Gleichgesinnte? Wen kann ich fragen, wenn ich nicht weiterkomme?

Ich werde mir einen Account bei GitHub anlegen. Konkrete Fragen könnten bei StackOverflow gut funktionieren. Zwei Communities reichen zum Start.

Für die ganz dringenden Fälle würde ich auf ein paar Freunde und Kollegen zurückgreifen, die mehr Programmiererfahrung im Hirn gesammelt haben.

Wie motiviere ich mich?

Oben seht ihr ein Foto mit einem Legostein. Bei langfristigen Zielen hilft es mir einen offline Bezug herzustellen. Etwas, was mich in meiner Umgebung an mein Vorhaben erinnert. Die Legoplatte soll diese Funktion bei meinen Programmierzielen erfüllen. Mit jedem Fortschritt werden ich einen oder mehrere Steine hinzufügen. Die neuen Steine sollen den Fortschritt symbolisieren. Am Endes des Jahres werdet ihr ein Konstrukt aus Legensteinen sehen. Vielleicht ein Kunstwerk. Ein unsinniges Etwas. Ein neues Traumhaus. Wer weiß das schon.

Woher nehme ich die Zeit?

Im Schnitt drei Stunden die Woche. Es bleiben noch 50 KW, macht 150 Stunden in 2013.
Das dürfte machbar sein.

Ich möchte mir angewöhnen die (unbezahlten) Stunden trotzdem über das von mir geliebte Zeiterfassungstool mite zu protokollieren, um die Übersicht zu behalten.

Wer will einsteigen?

Oben im Tweet wurden sie schon erwähnt: Anne-K. Gerstlauer und Daniel Drepper haben mich motiviert mit dem #CodeYear zu beginnen. Schaut euch die Blogs an. Dort werden sie sicherlich ebenfalls ihre Fortschritte dokumentieren.

Wer ist noch dabei?

[Update 9.1.]

Ich sammle hier mal die Noobs, die ebenfalls einsteigen wollen. Für mein eigenes Gedächtnis und das allgemeine Interesse.

Anne-K. Gerstlauer (Java, Ruby)
Anja Perkuhn
Daniela Knoll (Ruby on Rails)
Daniel Drepper (evtl. Ruby)
Holger Schellkopf
Jessica Finkernagel
Jonathan Sachse (Ruby, Python)
Katrin Geupel
Klaas Reese
Michael Küng (Javascript)

Wer von den hier genannten jetzt kalte Füße bekommt, soll sich melden. Dann streiche ich den Namen knallhart für jeden erkenntlich durch.

Let’s coding Lego.

51 Kommentare zu "Coding Lego #1"

  1. Du solltest dir im Vorfeld eher noch die Frage stellen, was du “coden” willst und dich auf eine Programmiersprache konzentrieren. 3h die Woche sind sehr wenig Zeit. Es gibt nicht umsonst ganze Studiengänge zum Programmieren.
    Codecademy.com ist ein guter Einstieg, aber entscheide dich dort bitte für eine der angebotenen (Web-)Sprachen. Bin gespannt.
    Mfg HaMa


  2. Viel Spaß und natürlich Erfolg. Werde es interessiert verfolgen und natürlich bei Fragen, bereit stehen, wenn ich helfen kann :)


  3. Danke euch.

    @HaMa: Ja, das werde ich tun. Überlege noch. Python oder Javascript? Tendenz geht in Richtung Python. Lese, dass ich im direkten Vergleich mit der Sprache besser die Basics des Programmierens erlerne.


  4. Es gibt für Python ein hervorragendes Buch in dem auch die Grundlagen des Codings sehr gut vermittelt werden. Das hier: http://www.amazon.de/Think-Python-Allen-B-Downey/dp/144933072X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1357675020&sr=8-1

    Das hat mir auch gut geholfen. Viel Erfolg!


  5. Danke René, schaue ich mir an.


  6. Hallo Johnny,
    ich finde dein Vorhaben echt super!
    Was hälst du von einem Programmierabend ein mal die Woche nach der Arbeit?
    Wir könnten dann die Lektionen bei codeacademy gemeinsam machen.
    Vielleicht haben auch noch mehr Lust mitzumachen?!

    Lieben Gruß
    Jessi


  7. Hi Jonathan,

    guter Vorsatz! Meine Empfehlung wäre in jedem Fall eine Sprache zu wählen, die Du zumindest in Teilen auch für Deine Arbeit gebrauchen kannst. So stellt sich sicherlich schneller ein Erfolgserlebnis ein, was Dich zusätzlich motiviert weiter zu machen oder Dich mal richtig in ein Projekt zu vertiefen. “In den Tunnel” zu kommen wie es so schön heißt.

    Ob Python da die richtige Wahl ist? Ich kann das schlecht beurteilen, aber PHP (die Sprache mit der Dein Blog arbeitet) oder Javascript (kannst Du sicherlich auch immer wieder gebrauchen) wäre da vielleicht eine Alternative. Allerdings sehe ich dabei die Gefahr, dass es bei PHP und auch bei JS viel “Quick & Dirty” im Netz gibt. Das sollte Dich aber nicht abschrecken. Wie Du selber sagst kann und wird es nicht Dein Ziel sein, alles sauber und nach Lehrbuch wegprogrammieren zu können. Wenn Du mit diesem Anspruch “nebenbei” Programmieren willst, wirst Du wahrscheinlich scheitern. Python ist sicherlich nicht verkehrt um das Programmieren zu lernen – aber schau in jedem Fall nach praktischen Anwendungsfällen und lass Dir nix von “echten” Programmieren erzählen. Viele ITler nehmen die Sache mit biblischem Ernst. Für sie ist jeder, der nicht die richtige Zeileneinrückung verwendet, ein Idiot. Das ist natürlich Quatsch. Aber das kriegst Du schon hin!


  8. @Jessi

    Wäre ich dabei. Zumindestens für einen Test, ob ein regelmäßiges Arbeitstreffen funktioniert. Ich komme am Freitag am Oranienplatz vorbei. Dann können wir das genauer überlegen. Ergebnisse gibt’s dann hier im Blog, falls sich andere Berliner anschließen wollen.


  9. @Radnerd

    Dein nerdiges Blogdesign gefällt mir! Allein deswegen: RSS check.

    Die Wahl nach der richtigen Einstiegssprache ist echt nicht einfach. Möchte sie ja nur sekundär für meinen Blog gebrauchen. Klar wäre es nett, wenn ich hier ein bissel spielen könnte. Habe aber mit Niclas Hellberg jemanden, der sich sonst gut drum kümmert. Wichtiger ist es mir einen guten Einstieg zu finden, um die grundsätzliche Programmierprinzipien zu verstehen, die speziell im Journalismus eine Rolle spielen. Mein bisheriges – hauptsächlich angelesenes – Wissen sagt mir, Python könnte dafür die richtige Wahl sein. Siehst du das anders?


  10. Achtung: Neue Entwicklungen bei der Suche nach der richtigen Sprache ;)

    Der von Daniel verlinkte Artikel treibt mich gerade ganz stark in Richtung Ruby.

    Und das hat nichts mit dem Auto zu tun.


  11. Ich würde, um wirklich das Prinzip Programmieren zu verstehen, auch Python empfehlen. JavaScript ist eine Skriptsprache, die ein paar wesentliche Punkte nicht zu bieten hat. Dennoch wäre JS sicherlich gerade zur Visualisierung von Daten im Netz ziemlich interessant.


  12. Gibt es denn eine Altersbeschränkung für die Teilnehmer?


  13. Lieber Holger Schellkopf, jetzt weiß ich gar nicht, ob ich duzen oder siezen soll? ;)

    Sicher ist. Eine Altersbeschränkung ist totaler Quatsch. Bitte mitmachen!


  14. Du natürlich; dann nimm doch mal den alten Mann mit auf die Liste…
    Gibt es denn schon einen echten Trend – Ruby oder doch lieber JS oder so?


  15. Jetzt stehst du in der Liste. Dort ergänze ich noch die Sprachen. Denk ganz praktisch, wenn man bei Anfängerproblemen Gleichgesinnte kennt.

    Trend scheint in Richtung Ruby zu gehen, aber ich habe schon so viele unterschiedliche Meinungen gehört. Gibt nicht DIE perfekte Einstiegssprache.


  16. Wünsche viel Erfolg und Durchhaltewillen. Es lohnt sich.


  17. Habt ihr schon mal an D3.js gedacht:
    http://d3js.org

    Extra für Datenvisualisierung entwickelt, läuft allerdings nur auf neueren Browsern, wenn ich das richtig gelesen habe.


  18. D3js könnte ich mir im Anschluss an Ruby gut vorstellen. Habe mich mal ein wenig durch die verlinkten Beispiele geklickt. Ist ne wunderbare Sammlung,

    Passwege unter Manchester City Spielern visualisiert.

    NYT: How Obama Won Re-election

    Und so viele mehr.

    Abspeichern: How to Make an Interactive Network Visualization


  19. Pingback: Codeyear – Get it started | Anne-Kathrin Gerstlauer

  20. Hej,

    ich finde euer Engagemenont ziemlich cool. Hoffe ihr leckt alle Blut und werdet Euch mit der “3 Stunden pro Woche” schnell nicht zufrieden geben.

    Ihr werdet Lösungen für Probleme finden und euch reinbeißen und nicht aufhören wollen das Problem zu lösen.

    Ein Clubmate-Kiste gehört ab sofort neben euren Schreibtisch. Ihr werdet Schlafmangel haben und es lieben im Tunnel zu versinken.

    Coding ist das beste, was euch passieren kann.

    Ich würde Python empfehlen statt Ruby. Pyhton ist sehr, sehr Einsteigerfreundlich, die Lernkurve ist sehr Linear und es gibt viele wissenschaftliche “Programmergänzungen”, die euch das Analysieren mit Texten vereinfachen.

    Für PHP spricht die große Verbreitung und das ihr das meistens schon einsetzt. Ebenso die Einschätzung zu JavaScript, wobei ich hier ergänzen möchte, dass JavaScript im Backend ein bisschen aufwändiger und erschreckender erscheint. Ich würde da lieber die Ginger von weg lassen.

    PHP nimmt einem ab wichtige Grundlagen zu lernen. Das musste ich mit erschrecken viel später selbst feststellen. Ich würde davon eigentlich auch abraten.

    Ruby hat in Deutschland eine recht “hohe” Verbreitung. Entwickelt wurde Ruby von einem Japaner. Es hat eine einfach Syntax, ähnlich wie Python. Nachteile fallen mir eigentlich nicht ein. Vorteile aber irgendwie auch nicht. Ich bin erstaunt, dass das bei euch so groß in Mode ist?

    Rails ist ein Framework für Webapplikationen, welches auf Ruby basiert. Das ist für sich keine Programmiersprache, eher ein Aufsatz für Ruby. Die Lernkurve ist sehr unschmusig. Ich würde das nicht wollen. Wie kommt das auf eure Liste?

    Guckt euch erstmal keine Fancy neuen Superentwicklungen an. Findet erstmal ein Verständnis für Variabeln, Schleifen, Abfragen, Funktionen.

    in welcher Programmiersprache ihr das macht ist eigentlich erstmal Hupe. Meine Antwort wäre, wie oben schon geschrieben, Python. Hat auch einen schön Kurs bei CodeAcademy auch gibt es bei UdaCity einen nicht ganz unanspruchsvollen Einsteigerkurs zum Programmieren einer eignene Suchmaschine. Wenn ihr damit fertig seid, könnt ihr die Welt eigentlich schon retten.

    Falls ich euch helfen kann pingt mich an @derPepo auf Twitter.


  21. Danke Pepo. Folge dir auf Twitter. Bestimmt bald mehr!


  22. Upps, jetzt irgendwas verschütt gegangen. ich wollte eigentlich frage wie es läuft und erzählen, dass ich zumindest mal ein ebook gekauft habe (War gerade im Angebot), der Link führt dahin … jetzt muss ich es nur noch durcharbeiten ;-)


  23. Ja, gute Frage. Wie läuft es? Ich bin dabei. Die 3 Stunden pro Woche habe ich natürlich nicht durchgehalten. Verzeihe, halte mich für diesen Moment kurz, aber die Tage schreibe ich mal einen Zwischenbericht in das Blog. Und bei dir? Schon mit dem eBook begonnen?


  24. Pingback: Codeyear 2013 » Anne-Kathrin Gerstlauer

  25. Hallo Ihr Lieben,ich kann mich mit Firefox nicht einloggen. (Den bzntuee ich seit der aktuellen Sicherheitswarnung fuer den Microsoft Internet Explorer). Wenn ich das Passwort falsch eingebe, wird das zwar angezeigt. Wenn ich es richtig eingebe, unterbleibt zwar diese Fehlermeldung, die Zeile, dass ich eingeloggt sei, kommt aber auch nicht und ich kann nicht auf die geschuetzten Inhalte zugreifen. Mit dem Internet Explorer dagegen funktioniert es nach wie vor.Ist das Problem bekannt, gibt es eine Loesung dafuer?Viele Gruesse, Joerg


  26. I had no idea how to approach this before-now I’m locked and loaded.


  27. he had been working on the project for 4 days but unfortunately lost his file after all that hard work he put in, as a result had to make the project again within 5 hours to meet the submission deadline! This just proves that not only is this guy a genius but he deserved this spot! It incredible work!


  28. Why does this have to be the ONLY reliable source? Oh well, gj!


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