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Tour de France 2012: 11. Etappe

12.07.

Guten Morgen vom Gipfel La Toussuire. 2km von der Ziellinie entfernt.

Zeltpanorama ©jsachse



Für eine kleine Geschichte bin ich für eine Nacht aufs Zelt umgestiegen. Hatte nette Gespräche mit norwegischen Fans. Morgen dazu mehr.

Die Etappenvorschau fasse ich heute ganz kurz. Die Situation hat sich sich verändert. UK-Postal rollt weiter. Heute könnte sich aber alles ändern, jedenfalls in der Theorie. Das ist die Königsetappe der Tour. Hier kann jeder Fahrer im Peloton einen schwachen Tag erleben, einbrechen und sich einen zweistelligen Rückstand einfangen. Auch Wiggins?

Ich denke nicht.

Steigungsmeter am Schlussanstieg in La Toussuire via ASO



Das Etappenprofil spricht für sich. Sind ein paar Klassiker in den Bergen dabei. Der Schlussanstieg wird erst zum zweiten Mal befahren. Damals ist hier einer eingebrochen, der einen Tag später als Superhero dem ganzen Peloton komplett zu und mit viel Wasser über dem Kopf enteilt ist: Floyd Landis.

Nicht unwahrscheinlich, dass es Nibali wieder über eine Abfahrt versucht, vielleicht die letzte Richtung Schlussanstieg. Wäre ein möglicher Weg, um die SKY-Kontrolle und Dominanz in der Bergeinfahrt zu bremsen.

Streckenprofil 11. Etappe via ASO





Für die Berliner Zeitung habe ich mich ein wenig mit den ASO-Bildrechten auseinandergesetzt. Der Text, der heute im Medien-Ressorts der Tageszeitung erschien:

Hintergrundrauschen Tour de France

Der Veranstalter der Tour des France wacht streng über die Bilder, die von dem Radrennen in die Welt gehen

Jonathan Sachse berichtet aus Mâcon

Auch an diesem Morgen in Mâcon wieder das gleiche Bild: Schon Stunden vor dem Start der 10. Etappe der Tour de France sammeln sich die Menschen an den Absperrungszäunen der Strecke. Die Werbekarawane der Tour wirft kleine Geschenke in die Menge. Die ersten Kamerateams bauen ihre Ausrüstung auf. Irgendwann kommen die Busse mit den Rennfahrern in die Startzone. Interviews und Autogramme werden gegeben. Nach und nach rollen die Profis zum Podium, bestätigen mit ihrer Unterschrift den Start, immer wieder bricht die Menschenmenge in Jubel aus. Nach Stunden des Wartens für die Radsportfans eröffnet Tour-Chef Christian Prudhomme schließlich das Rennen. Das Feld setzt sich in Bewegung. Die nächsten fünf Stunden kann jeder Pedaltritt live am Fernsehbildschirm verfolgt werden.

Übertragen wird diese erste Alpen-Etappe der diesjährigen Frankreichrundfahrt in 190 Länder auf etwa hundert Fernsehkanälen weltweit. Mehr als 2 300 Journalisten haben sich in diesem Jahr als Berichterstatter akkreditiert. In Deutschland können Fans der Tour das wichtigste Radrennen der Welt live nur auf Eurosport sehen. Im Durchschnitt haben sich die ersten neun Etappen etwa 300 000 Radsportbegeisterte angeschaut, Tendenz steigend. Das sind nicht einmal halb so viele wie im vergangenen Jahr bei ARD und ZDF. Die Öffentlich-Rechtlichen verzichten in diesem Jahr ganz auf Live-Bilder und berichten nur in den regulären Nachrichten- und Sportsendungen von der Tour. Bewegtbilder sind dort nur in Sekunden-Ausschnitten zu sehen.

Der Veranstalter ASO, Amaury Sport Organisation, verlangt für seine französische Premium-Sportmarke „Le Tour“ viel Geld. Etwa die Hälfte des Tour-Etats von gut 50 Millionen Euro spielen die Fernsehrechte ein. ARD und ZDF zahlen als Zweitverwerter nur noch einen Bruchteil dessen, was sie zuvor für Live-Bilder ausgegeben haben. Über die genaue Höhe der Lizenzkosten schweigen sie sich aus, sie seien „vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet.“ Ein sechsstelliger Betrag dürfte aber wohl geflossen sein.

Auf Archivmaterial aus den Jahren der Live-Übertragungen dürfen die Rundfunkanstalten allerdings auch nicht zurückgreifen. Jede Sekunden kostet extra. Und wenn die Tour de France am 22. Juli in Paris enden wird, endet auch das eingekaufte Rechtepaket. Sollten die Sender eine Woche später beim olympischen Straßenrennen in London auf die Tour de France zurückblicken wollen, müssten sie das Material erneut einkaufen. Sebastian Cording, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, betrachtet die wirtschaftliche Ausschöpfung der Archivrechte kritisch: „Die ASO hat ein erhebliches Interesse an medialer Aufmerksamkeit, und ein zu restriktiver Umgang mit Archivrechten führt dazu, dass die Tour de France außerhalb der kurzen Zeit ihres Stattfindens medial wesentlich weniger in Erscheinung tritt, als dies sonst der Fall wäre.“ Eine Tatsache, die früher oder später zu einem Problem für die Tour werden könnte.

Doch selbst vor Ort schaut die ASO genau hin, wer mit einer Kamera auf ihrem Gelände hantiert. Auf die Frage, welche Gebühren für Videointerviews im Zielbereich anfallen, nennt der Veranstalter einen Betrag von 6 000 Euro. Die Sender seien eben nur dann bereit, viel Geld für die TV Rechte zu bezahlen, wenn sichergestellt sei, dass die ihnen eingeräumte Exklusivität auch durchgesetzt werden kann, ordnet Cording diese strenge Handhabung der ASO ein. Immerhin: Außerhalb der offiziellen Tour-Areale könne alles gefilmt werden, erklärt die ASO.
Doch wie werden diese Gebiete definiert? Schließlich spielt sich das Rennen auf keiner statischen Rennstrecke ab, sondern verläuft quer durch Frankreich, in diesem Jahr zusätzlich durch Belgien, Schweiz und Spanien. Ein Interview, in dem 500 Meter weiter das Rennen im Hintergrund zu sehen ist, wäre aus Sicht von Medienrechtsexperte Cording in Ordnung, solange „dies nicht darauf gerichtet ist in wettbewerbswidriger Weise ohne einen Erwerb der TV-Rechte, Bildmaterial vom Rennen anzufertigen.“

Die Tour solle in Deutschland wieder an Popularität gewinnen, hat ASO-Chef Prudhomme mehrfach geäußert. Doch durch die strenge Interpretation der Bildrechte und den Rückzug von ARD und ZDF kann es sein, dass die 99. Frankreichrundfahrt an den deutschen Zuschauern nahezu unbemerkt vorbeirauscht.

12.33 | 12.07.



Schöner Text von Bruce Weber in der NYT über die Tour-Reporter, die “old fashioned” das Rennen verfolgen. Soll heißen: Mit dem Auto das Peloton begleiten, Radio Tour laufen lassen und aus den direkten Beobachtungen einen Text bauen.


14.55 | 12.07.

Letzten 2km abgelaufen. Gefühlte Quantität der Nationalitäten: 1. Frankreich 2. Italien 3./4. Norwegen und Großbritannien 5. Belgien


17.10 | 12.07.

Twittere heute ein wenig mehr: www.twitter.com/jsachse



5 Kommentare zu "Tour de France 2012: 11. Etappe"

  1. Sind das nicht Daenen? :D


    • haha. Ja, da war doch was. Nein das waren tatsächlich die Norweger. Die Verwechslung mit den Dänen gab es auch. Haben mich dann heute morgen zum Frühstück eingeladen.


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