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Tour de France 2012: 1. Etappe

1.07.

Ich bin bereits auf dem Weg nach Frankreich. Die Etappe heute lasse ich aus, brauche ein wenig Zeit am Schreibtisch. Die Arbeitsplatte bewegt sich gerade nach Lille mit Umsteigen in Lüttich und Tournai.

Ein paar Worte zur heutigen Etappe. Im Liveblog werde ich dann ein paar Gedanken zum Tour-KickOff ergänzen.

Fünf kleine Berge liegen auf der Strecke, die eine südliche Kurve um Lüttich zieht und im Vorort Seraing ein interessantes Finale zu bieten hat. Durch die Berg -und Sprintwertungen werden heute mindestens zwei neue Trikots vergeben. Das weiße (Van Garderen) und gelbe Jersey (Cancellara) sollten ihren Besitzer nicht wechseln. Es sei denn…

Die letzten kurvenreichen 5km via A.S.O.



…einer der beiden Herren wird in einen Sturz verwickelt. Die letzten 5km werden sehr hektisch. Viele Kurven und dazu der kleine Schlussanstieg. Ich kann mich an keine Etappe in den letzten 10 Jahren erinnern, auf der es zum Auftakt keine Stürze gab. Die Kapitäne wollen im Finale vorne fahren. Kotelette-Wiggins muss sich genau bei solchen Etappenfinalen beweisen. Das gleiche gilt für seine Bodyguards im Team, die ihm ein vernünftiges Hinterrad zur Verfügung stellen müssen.

Höhenprofil der letzten 5km via A.S.O.



Als Favoriten auf den Etappensieg gelten all die Fahrer, die knackige kurze Schlussanstiege gut hochkommen und den Punch für die letzten Meter besitzen. Das wären zum Beispiel: Gilbert in seiner Heimatregion. Der Norweger Boassan-Hagen. Oscar Freire im Team Katusha. Bozic von Astana. Aber mein Topfavorit ist Peter Sagan. Er kommt diese kurzen Anstiege vernünftig hoch und ist von den genannten Fahrern eindeutig der schnellste. Die letzten 700km sind flacher, da gewinnt derjenige mit der höchsten Endgeschwindigkeit.

Fun fact: Fahrer aus zwei Mannschaften werden heute gelbe Helme tragen. Das Team führt in der Mannschaftswertung und zeigt dies am Kopf. Prologsieger Cancellara trägt komplett Gelb inkl. Helm, Brille und Bike.

Soweit die sportliche Vorschau. Ein paar andere Themen gleich im Liveblog.

11.50 | 01.07.



Wer heute nicht auf Tweets vom Start verzichten möchte, sollte cyclingmagazine und Andreas Burkert (SZ) auf Twitter folgen.


11.59 | 01.07.



Beim Zeitfahren sind die Fahrer verpflichtet vor dem Start mit ihrem Rad bei den Rennkommissaren der UCI vorbeizuschauen. Die drei ernsten Herren checken dort alle möglichen Details. Diverse Abstände, Gewicht, Sattelhöhe, Materialien etc.

Danach kehren die Fahrer allerdings zu ihrem Mannschaftsbus zurück und haben theoretisch noch genügend Zeit, um an ihrem Rad etwas zu verändern. Raum für Manipulation besteht.

15 Minuten vor dem Start müssen die Fahrer vor der Startzone erreichen. Dort rollen sie noch ein wenig rum, schreiben sich ein und starten.

UCI-Rennjury beim Prolog. ©jsachse



UCI-Rennjury beim Prolog. ©jsachse



UCI-Rennjury beim Prolog. ©jsachse



UCI-Rennjury beim Prolog. ©jsachse



12.09 | 01.07.



Die Eisbäder und Kühlanzüge nach einer Etappe gehören mittlerweile zum Standard. Beim Start vor einem Zeitfahren habe ich bislang noch nie auf die Kühlmethodiken der Teams geachtet. Die meisten Fahrer nutzen Kühlwesten, die beim Warmfahren tragen. Rabobank hat sich ein kleines Ventilatorsystem gebaut, mit der die kühle Luft über die Aufwärmzone vorm Mannschaftsbus verteilt wird. Die Installation wirkte auf mich eher wie eine Notlösung. Als hätten die Niederländer ihre Kühlwesten in der Heimat vergessen.

Eis wird bei Rabobank via Ventilator verteilt. ©jsachse



Leipheimer und Martin mit Kältewesten. ©jsachse



SaxoBank-Tinkoff ohne Contador. ©jsachse



Vinokourov, voll im kasachischen (Fan)tunnel? ©jsachse



Der Typ hat mir gestern Angst gemacht.

Menchov. Noch älter, aber deutlich dünner. ©jsachse



12.37 | 01.07.

Etappenstart stand vor Verspätung. Bauarbeiter in Lüttich streiken. A.S.O. Lösung: Worker sollen 2min. TV-Präsenz bekommen.

Wie hätte die UEFA das Problem gelöst?


13.10 | 01.07.



Frage mich: Ändert der Auftakterfolg durch Cancellara irgendetwas an der Stimmung im Team RadioShack-Nissan-Trek-Becca?

Die Fahrer können sich sportlich ablenken, indem sie mit der Verteidigung des Gelben Trikots eine klare Aufgabe vorgesetzt bekommen, ok. Sobald das Fahrrad am Teamhotel abgegeben wurde, dürften die Streitigkeiten aber wieder präsent sein.

Cancellara in Gelb. ©jsachse



Metaphorische Fragestellung, bitte wählen: Warum trinken die Jungs Sekt?
(1) Geschmack – Dem eigenem Wohl zur Liebe.
(2) Gemeinschaft – Zusammen feiern macht Spaß.
(3) Gruppenzwang – Wer nicht schluckt, ist doof.

Sekt bei RadioShack. Ohne Bruyneel. ©jsachse



13.21 | 01.07.



Über Europcar muss in den nächsten Tagen noch gesprochen werden. Ein gute erste Zusammenfassung lieferte gestern Klaus Blume im Deutschlandfunk, hier nachlesen.

Ab Dienstag bin ich in einem Europcar-Mietwagen unterwegs. Hätte ich das vorher gewusst. Schwer mit der 100% Unabhängigkeit.

Stille bei Europcar. ©jsachse



Schöner Gelegenheit für einen Test. Wir liest bis hierhin mit? Erkennt irgendwie die rechte Person, mit der sich Europcar-Teammanger Jean-René Bernaudeau gestern lange unterhalten hat?

Jean-René Bernaudeau im Gespräch mit? ©jsachse



13.22 | 01.07.

Oh, gab es schon länger nicht mehr: Eine geschlossene Schranke hat die heutige Ausreißergruppe gebremst. Haben etwas 1 Minute warten müssen, sind aber noch vorne.


13.24 | 01.07.

Bad luck Tony Martin again. Nach 11km auf dem Asphalt.


18.31 | 01.07.

Tony Martin mit Verdacht auf Schlüsselbein Handgelenkbruch ins Krankenhaus. Bestätigt sich die Verletzung, muss er nicht nur bei der Tour aussteigen, sondern auch auf die Olympischen Spiele verzichten. Braucht in der Regel mindestens 6 Wochen.


22.48 | 01.07.

Nachricht von Kollege Mustroph: Die linke Hand von Martin soll so stark angeschwollen sein, dass man nicht feststellen kann, ob dort etwas gebrochen ist. Bei der Schulter gibt es Entwarnung. Nur Prellungen, kein Bruch. Morgen früh entscheiden die Teamärzte, ob er an den Start geht.



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