-Tour de France 2011 – Début sur place -Pre Tour: Noch lächelt Alberto -Liveblog Tour de France: 1. Etappe -Liveblog Tour de France: 2. Etappe -Liveblog Tour de France: 3. Etappe -Liveblog Tour de France: 4. Etappe -Liveblog Tour de France: 5. Etappe -Liveblog Tour de France: 6. Etappe -Liveblog Tour de France: 7. Etappe -Liveblog Tour de France: 8. Etappe -Liveblog Tour de France: 9. Etappe -Liveblog Tour de France: 1. Ruhetag -Liveblog Tour de France: 10. Etappe -Liveblog Tour de France: 11. Etappe -Liveblog Tour de France: 12. Etappe -Liveblog Tour de France: 13. Etappe -Liveblog Tour de France: 14. Etappe -Liveblog Tour de France: 2. Ruhetag -Liveblog Tour de France: 16. Etappe -Liveblog Tour de France: 17. Etappe -Liveblog Tour de France: 18. Etappe -Liveblog Tour de France: 19. Etappe -Liveblog Tour de France: 20. Etappe -Liveblog Tour de France: 21. Etappe -Datenbank zur Tour de France 2011

Liveblog Tour de France: 21. Etappe

24.07.

Die Tour de France ihren aus sportlicher Sicht verdienten Sieger gefunden. Cadel Evans war in den vergangen Wochen der konstanteste und cleverste Fahrer im Peloton. Sein Team hat ihn durch konsequente Positionskämpfe aus sämtlichen Stürzen herausgehalten. Er hat die Bergetappen stets “offensiv kontrolliert” bestritten und er ist einfach der beste Zeitfahrer. Auch bei einer Klettertour wie in diesem Jahr, muss ein Rundfahrer Allrounder Qualitäten beweisen. Wenn die Schlecks ihre Zeitfahrqualitäten nicht verbessern, könnten ihnen auch in den nächsten Jahren die letzten Prozente zum Gelben fehlen.



Zur heutigen Etappe brauche ich gar nicht viel sagen. Eine Sektetappe, die erst auf den letzten Runden der Les Champs eine sportlichen Entwicklung zulassen wird. Eine wichtige Entscheidung steht aber noch an: Wird Mark Cavendish das Grüne Trikot verteidigen können?



Diese Wertung wird an zwei Punkten entschieden. Dem Zwischensprint (Punkte: 20-17-15–13-11-19-9…1) 35,5km vor dem Ziel und der Zielankunft (Punkte: 45-35-30-26-22…2). Momentan führt Cave “nur” mit 15 Punkten vor Jose Joaquin Rojas. Sieht nach mehr Spannung aus, als es die Realität bei Normalverlauf zeigen wird. Mark Cavendish konnte in diesem Jahr bereits 4 Etappen gewinnen, Rojas zählt 0. Mark Cavendish hat in den letzten zwei am Champs-Élysées gewonnen. That’s facts.

10.45 | 25.07.

Das Bild des Toursiegers… sympathisch? ja. Aber ein Zeichen für die Besserung im Radsport? nein. Zu viele ehemalige Phonak Halunken tummeln sich in seinem Team herum und Cadel Evans weigert sich ein klares Anti-Doping Statement abzugeben (Andreas Burkert, süddeutsche).


10.49 | 25.07.

Eine letzte Meldung bevor ich meine Tour-Berichterstattung beende. Laut der Süddeutschen Zeitung soll laut Bob Stapleton das Sponsoring Problem gelöst sein: “Ich habe nun zwei Optionen, wir gehen sogar von einem Dreijahresvertrag aus, und wir werden ein größeres Budget haben”


10.52 | 25.07.

CAS-Zeitplan im August:
- 1.-3. Fall Alberto Contador
- 22.08. Fall Jan Ullrich

Werde nicht darüber berichten können, aber Termine dürft ihr euch dennoch rot anstreichen.


5 Kommentare zu "Liveblog Tour de France: 21. Etappe"

  1. Vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz bei der Tour und der kontinuielrichen Berichterstattung. Wie fällt ein Fazit von Dir aus zu den Punkten?

    1. Image der Tour
    2. Das Dauerthema Doping und seine Transparenz
    3. Deutsche Radsportler und ihre Ergebnisse
    4. Sportlicher Wert der Tour 2011
    5. Eigene Befindlichkeit nach der Live-Reise vor Ort bezüglich Kondition, mentaler Verfassung und Lust auf nächstes Jahr.
    6. Wie geht es beruflich bei Dir weiter. Machst Du für das ZDF die nächsten Wochen und Monate noch etwas in puncto Tour Nachbereitung, Porträt von Martin oder Evans. Hintergründe zur Tour etc.

    Ich wünsche Dir noch eine gute Heinreise.


    • Bitte entschuldige die verspätete Antwort. Ich bin direkt nach der Tour in meinen Urlaub aufgebrochen und kehre nach einer kleinen Offline-Phase erst jetzt wieder langsam in die digitale Kommunikation zurück. Du hast mir ja einen kleinen Fragenkatalog geschickt, den ich gerne soweit die Zeit es gerade zulässt, beantworten möchte:

      1. Image der Tour
      Man muss zwischen dem Image in den verschiedenen Ländern unterscheiden. In den meisten Ländern, in erster Linie Frankreich, hat sich die Begeisterung kaum verändert. Die Tour bietet aus Sicht der meisten Fans großartige Unterhaltung, besonders wenn der sportliche Kampf so eng verläuft wie in diesem Jahr. In Norwegen hat die Tour in diesem Jahr einen Boom erlebt. An der Straße standen bereits zahlreiche Fans, die bei nur zwei Athleten mit vier Etappensiegen und einem vorübergehenden Gelben Trikot ein nicht für möglich gehaltene Erfolgsbilanz aufzeigen konnten. Ein anderes Bild herrscht in GER und den USA. Ich kann nicht sagen, ob es in diesem Jahr wirklich wieder einen leichten Zuschaueranstieg gegeben hat und damit eine mögliche Kehrtwende. Dafür ist mir die Quotenberechnung zu unpräzise. Erst nach großen Quotensprünge n erlaube ich mir dazu eine Aussage zu tätigen, diesen gab es 2011 nicht. Laut meinen deutschen Kollegen konnte man das sinkende Interesse in den letzten Jahren auch an der Straße beobachten, wo speziell bei den Alpenetappen-Etappen die deutschen Fans nicht mehr dominant vertreten sind. Anders die Italiener, Niederländer, Franzosen, Norweger, Spanier… Noch ein Wort zu den USA. Der selbe Mann, der vor einigen Jahren einen neuen Radsport-Boom verursacht hat, ist jetzt für die Kehrtwende im öffentlichen Interesse zuständig: Bei den amerikanischen Fans lässt sich das Jan Ullrich Syndrom bezüglich LA beobachten. Unabhängig von dem bald beginnenden Prozess fühlen sich die USA-Fans von ihrem einstigen Idol verschaukelt. Alles noch nicht so krass wie bei Ullrich, aber schon bemerkbar. Der Sponsor HTC hat gestern sein Team aufgelöst, weil der amerikanische Radsport-Markt nicht mehr das geeignete Business hergibt. Ein deutliche Ansage beim erfolgreichsten Radsportteam 2011.

      2. Das Dauerthema Doping und seine Transparenz
      Zu Thema Doping ließ bitte die Diskussion in den hier verlinkten Kommentaren nach. Aus meiner Sicht: Jein, es könnte einen Wandel geben, aber kein Grund euphorisch zu werden. Schau dir das Cadel Evans-Team an und welche alten Phonak-Halunken dort noch herumschwirren. Selbe Bild hätte es beim Bruyneel gegeben, wenn sich seine 4 Kapitäne nicht allesamt verletzt hätten…

      3. Deutsche Radsportler und ihre Ergebnisse
      Aus Etappensicht haben die Jungs mit einem Sprintsieg und dem Zeitfahrerfolg das Maximum herausgeholt. Klar hat sich Tony Martin höhere Gesamtziele gesteckt. Ich werde aber nie von einem Radsportler enttäuscht sein, wenn er seine geforderte Leistung nicht bringt. Im Gegenteil: Wenn ein Athleten sichtbar an seine Leistungsgrenzen stößt, beruhigt mich das. Kann nur hoffen, dass Tony Martin 2012 nicht für die Teams fährt, die gerade im Gespräch sind (Astana, RadioShack, QuickSteo/Omega…). Mit Kittel, Degenkolb und Martens warten drei neue spannende Fahrer, die theoretische 2012 schon starten könnten.

      4. Sportlicher Wert der Tour 2011
      Sicherlich bin ich durch meine vor Ort Premiere etwas beeinflusst. Aber zwei Wochen nach der Tour bleibe ich bei meiner Analyse: Das war die spannende Tour seit vielen, vielen Jahren. Kein kleiner dominanter Kreis, der alle anderen Fahrer in Grund und Boden fährt, sondern ein langezeit großer Favoritenkreis. Wenn Andy Schleck nicht seine Zeitfahrqualitäten verbessert, wird er sich als ewiger 2rd etablieren. Die letzten zwei Rundfahrten hat er im ZF verloren.

      5. Eigene Befindlichkeit nach der Live-Reise vor Ort bezüglich Kondition, mentaler Verfassung und Lust auf nächstes Jahr.
      Meine Kondition ging nach der Tour gen Null, schließlich habe ich trotz Laufschauhe im Gepäch zero Joggingmeter absolviert ;) Insgesamt waren es 3,5 beeindruckende und gleichzeitig kräfteraubende Wochen. Viele Erfahrungen habe ich bereits im Blog niedergeschrieben. Die täglichen Fahrwege zum Start, zum Ziel und zur abendlichen Unterkunft habe ich deutlich unterschätzt. Mit einigen Learnings wäre ich bei der kommenden Tour sicherlich besser vorbereitet. Nächstes Jahr? Kann ich noch nichts zu sagen. Das ZDF überträgt nicht mehr, vielleicht fahre ich als freier Berichterstatter hin, hängt von der Auftragslage ab. Die Tour ist ein kostspieliges Unterfangen, summiere allein die täglichen Fahrtkosten und Unterkünfte…

      6. Wie geht es beruflich bei Dir weiter. Machst Du für das ZDF die nächsten Wochen und Monate noch etwas in puncto Tour Nachbereitung, Porträt von Martin oder Evans. Hintergründe zur Tour etc.
      Ich arbeite als freier Journalist und werde in nächster Zeit wahrscheinlich wieder mehr für andere Auftraggeber tätig sein. Durch meinen Urlaub kann ich dir nicht sagen, ob das ZDF noch Post-Tour berichtet hat, würde mich aber wundern.


  2. Auch von dieser Stelle ein fettes, wenn auch verspätetes Danke für die tolle Tour-Berichterstattung!


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>