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Liveblog Tour de France: 17. Etappe

20.07.

Buongiorne aus Bardonecchia. Hier durchsuchte die italienische Polizei am 18. Februar 2006 das Quartier der österreichischen Langläufer und Biathleten, die daraufhin hektisch ihre Spritzen und Medikamentenschachteln aus dem Fenster warfen, flüchteten und alkoholisiert Polizeisperren durchbrachen. Kurzum: Ein echter Pilgerort für Fans von historischen Dopingstätten.

Neben Turin und Sestriere Colle wurden damals im dritten Olympischen Dorf in Bardonecchia etwas tausend Athleten untergebracht. Fünf Jahre später nutzt die Guardia Financia die alten Unterkünfte.



Soweit das sportliche Off-Topic, zurück zur Tour. Heute habe ich etwas mehr Zeit und werde die Etappe ausnahmsweise aus dem Hotelzimmer verfolgen. Nutze die Gelegenheit um während der Übertragung wirklich live-live zu bloggen.

Meine Schlussfolgerungen aus dem gestrigen ersten Schlagabtausch der Favoriten in den Alpen:
a. Thomas Voeckler würde ich noch nicht aus dem Kreis der möglichen Toursieger herausstreichen. Dafür fuhr er mir gestern nach wie vor zu stark. Wäre er nicht gleich die erste Attacke von Contador mitgegangen, hätte er vielleicht für die Konterattacken Reserven gesparrt und wäre an der 3er Crew drangeblieben. Aus seiner Sicht positiv: Er konnte seinen Vorsprung gegenüber Basso und A. Schleck ausbauen und hat gute Chancen in Paris das Podium zu erreichen (+3:03 Vorsprung auf 4rd A. Schleck). Natürlich nur, wenn er in den kommenden drei Tagen kein jour sans, echten Einbruch, erlebt.
b. Wenn Cadel Evans keinen Mist baut, wird er diese Tour gewinnen. Er kann auf den kommenden Etappen seinen bevorzugten konservativen Fahrstil fahren, muss einfach dranbleiben. Mehr nicht. Ein bisschen Zeitverlust darf er sich sogar in den Alpen noch erlauben. Den Rest wird er im Zeitfahren erledigen.
c. Wirklich interessant ist die Situation im Head-to-Head Vergleich. Wer muss in den kommenden Tagen reagieren, wenn wer attackiert?
- Voeckler wird indirekt von allen Fahrern attackiert werden. Solange er das Hinterrad von Evans halten kann, sollte er im Rennen ums Podium gut platziert bleiben.
- Alle müssen Evans attackieren und ordentlich Zeit abnehmen. Nur Contador kommt im Zeitfahren an ihn ran, liegt aber mit 2 Minuten noch zu weit zurück.
- Die Leopard Trek Strategie: Irgendwie Evans abhängen und F. Schleck mit mindestens einer Minute Vorsprung ins Zeitfahren bringen.
- Ab sofort muss Andy Schleck wieder Contador attackieren, auch wenn er noch 39 Sekunden Vorsprung hat. Im letzten Jahr verlor Andy 36 Sekunden im abschließenden Zeitfahren auf den Vegetarier.
- Contador… full metal attack. Er hat seinen Giro Drive gefunden. Ein furchterregender Evans Jäger. Nur seinem Sturz auf der 1. Etappe ist es zu verdanken, dass die Tour dennoch spanend bleibt.
- Wenn sich Basso mit dem Podium zufrieden geben sollte, müsste er etwa eine Minute auf F. Schleck gut machen und an Contador dranbleiben. Eine kleine Risikokalkulation, die ihn nach dem Zeitfahren auf den dritten Rang bringen könnte.



Die 17. Etappe bietet ein ähnliches Finalpotenzial wie die Gestrige an. Insgesamt ist der Etappenverlauf schwieriger, endet aber wieder mit einem 2er Anstieg und einer Abfahrt ins Ziel. Der Vater Schleck, Johnny, begründete gestern übrigens die Unsicherheit von Andy mit dem Tod von Teamkollege Wouter Weylandt. Seine Jungs sollen seitdem mit deutlich mehr Respekt die Abfahrten runterjagen. Mein sehr geschätzter Kollege von The Inner Ring schätzt das Etappenfinale ähnlich ein:

“I think the scenario could be similar to yesterday, with a breakaway contesting the stage win and the favourites going on the attack on the final climb but many of the big names will have their eyes on tomorrow’s giant Alpine stage. Indeed given the closeness on the overall classification it’ll be interesting to see who gambles with an attack and who doesn’t. It’s obvious but look for the Italians today.”



Soweit zum Sportlichen, werde später noch ein paar liegengebliebene Themen ergänzen.

14.05 | 20.07.

Zwei Linktipps:
- Twitterschau zur 16. Etappe
- Live Daten Page zur Tour mit SRM, Etappenprofil und GoogleMap Integration


14.24 | 20.07.

Oha, stehe endlich im Presseverteiler der UCI. Schwere Geburt, aber Grazie Mr. Carpani! Die Pressemitteilung zur positiven B-Probe von Kolobnev kam heute Mittag rein:

“The UCI communicates that the analysis of the sample B of Alexandr Kolobnev’s urine carried out on Tuesday July 19 has confirmed the result of the adverse analytical finding notified by the Anti-doping laboratory of Châtenay-Malabry following the analysis of the sample A. In accordance with the Anti-doping rules, the UCI will request the Russian Federation to open a disciplinary procedure against the rider.”


14.35 | 20.07.

Habe ich gestern schon angekündigt, nur noch nicht verlinkt. Der Beitrag von Ralf Paniczek über die UCI und ihren Kampf um die Glaubwürdigkeit.


17.03 | 20.07.

Meine Suche nach einem Fernseher respektive Sender, der die Tour überträgt, wurde leider nicht von Erfolg gekrönt. Ich habe mir die letzten Kilometer noch via iPhone Stream reingezogen. Den ärgerlichen Abfahrt Patzer von Voeckler habe ich also noch gesehen. Wirklich bitter.


3 Kommentare zu "Liveblog Tour de France: 17. Etappe"


  1. eure majestät

    leider habe ich immer noch nichts intelligentes zu radsport zu sagen. deshalb spare ich mir meine kommentare.

    persönliche frage:
    können wir hier zwischen den doping-schwangeren zeilen einen gewissen frustrationsgrad entnehmen oder wie ist die stimmung im lager sachse?


  2. Pingback: Liveblog Tour de France: 18. Etappe | Jonathan Sachse

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