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Liveblog Tour de France: 14. Etappe

16.07.

Die Jungs vom “Science of Sport” Blog begleiten die Tour wieder aus sportwissenschaftlicher Perspektive. Ich empfehle euch deren Untersuchung des Luz Ardiden Schlussanstieges, aus der sich folgende Schlussfolgerungen ergeben:

“1. The big shake-up is yet to happen. To repeat, I don’t think we’re going to see massive increases in the power outputs from Luz Ardiden, but I do expect that the climb to Plateau de Beille and Alp d’Huez, for example, which are of similar length (37 to 42 minutes) will be climbed slightly faster. Look for 6-6.1 W/kg on those slopes, and if that seems a trivial increase, it’s enough to create gaps of five to ten seconds per kilometer compared to a guy riding 5.8-5.9 W/kg. So the big effort still awaits.

2. All of this further confirms, to me anyway, that there is a “limit” to how much power a rider can produce going up a hill. I’ve given the theoretical argument why this is the case before, and I estimate that around 6 to 6.2W/kg on these long climbs is the ceiling for normal performance. But now, as we get more and more data, we’re seeing the same thing emerge over and over – guys just do not ride these HC climbs to finish stages at 6.3, 6.4 W/kg or higher.”

Ich würde mir für den weiteren Verlauf der Tour wirklich wünschen, dass der Kreis der Klassement-Kandidaten so groß bleibt und die Dominanz der Wenigen gesprengt wird. Natürlich blicke ich bei meiner Tour Premiere vor Ort anders auf die Geschehnisse und bewahre eventuell nicht überall die Distanz, die ich von zu Hause aus problemlos beibehalten würde. Das ist aber nicht der Grund für meine hoffnungsvolle Ansichtsweise. Es gibt viele guten Anzeichen, die für eine saubere Tour sprechen. Die Omerta ist an vielen Stellen nicht mehr vorhanden. Dennoch tummeln sich noch viel zu viele alte Halunken herum. In bestimmten Teams werde ich niemanden vertrauen, solange altbekannte Sündern ganz offensichtlich und im Hintergrund weiterhin am Werk sind. Wenn ich einen Gilbert täglich attackieren sehe, wird mir schlecht. Auf der anderen Seite hat das transparente Garmin-Cervelo Team bereits drei Etappensiege eingefahren, ein wahrlich positives Zeichen.



Ohne beweisbare Rechercheergebnisse sagt mir mein Gefühl eine 50zu50 Situation. Auf jeden Fall darf einem die Tour wieder Spaß machen. Der Radsport ist nicht mehr die am meisten Doping verseuchteste Sportart. Wer das behauptet, muss mir schlagkräftige Argumente liefern, bin ganz Ohr.

Heute steht die Königsetappe in den Pyrenäen an, abgefahrene Anzahl von Höhenmetern.



Ich habe noch knapp 300km zum Plateau de Beille vor mir, wird ein Ritt, muss 10h vor Ort sein. Das ZDF beginnt bereits kurz nach 12h mit der Übertragung, die zwischendurch von anderen Sportarten unterbrochen wird.

Oh habe noch so viele Themen hier auf dem Zetteln, die ich unterbringen will. Wann mache ich das nur? Soll ich irgendwelche Prioritäten setzen? Welche Themen interessieren besonders? okok, war ein fieser Versuch, Interaktion zu erzeugen.

06.23 | 16.07.

Graham Bensinger ist nach Paul Kimmage der zweite Journalist, der ein ausführliches Interview mit Floyd Landis geführt hat. Das Video wurde erst gestern Nacht veröffentlicht, konnte es mir noch nicht anschauen, aber sind auf jedenfall einige interessante Aussagen enthalten.

Wer sich die maximale Landis Dröhnung geben will, sollte direkt auf die Page gehen und dort die Einzelclips anklicken. Dort sind noch ein paar mehr Aussagen enthalten, sodass man am Ende auf gut 2 Stunden Material kommt.


14.23 | 16.07.

Mein Kollege hat mir den Blog “The Big Picture” empfohlen. Sensationelle Bilder, aktuell auch von der Tour.


14.58 | 16.07.

Meine Tour de France wäre heute vormittag fast beendet gewesen. Nach einem etwas unüberlegten Überholmanöver meinerseits über eine durchgezogene Linie, wurde ich von einem Polizisten angehalten, der sich im toten Winkel versteckte. Gab eine ordentliche Standpauke und der berechtigte Hinweis auf den Vorfall mit Flecha/Hoogerland vor ein paar Tagen. Er versicherte mir, in den kommenden Tagen ein besonderes Auge auf meine Fahrkunstwerke zu werden. Ein weiteres Verkehrsvergehen und ich werde von der Tour ausgeschlossen. Später am Anstieg zum Plateau de Beille bin ich ihm übrigens noch zweimal begegnet, zweimal fiesen Augenkontakt, scheint mich ernsthaft zu beobachten.


15.04 | 16.07.

Passend zur Diskussion in den Kommentaren bitte unbedingt den Beitrag von Daniel Drepper zu “Doping im Fußball” lesen.


16.06 | 16.07.

Die Twitterschau zur 13. Etappe steht natürlich auch schon längst auf sport.zdf.de online.



12 Kommentare zu "Liveblog Tour de France: 14. Etappe"

  1. Woran machst du das fest, dass die Omerta nicht mehr existiert? Ich als Außenstehender und Nur-noch-am-Rande-Interessierter bemerke eigentlich nur Aussagen die sich gegen alte Fälle richten und gegen die allseits anerkannten Bösewichte wie Armstrong richten.

    Die L’Équipe hat in der ersten Tour-Woche jeden Tag ein großes Interview mit alten Kämpen aus dem letzten Jahrzehnt und aus den 90ern geführt, die durchaus offen über Doping sprachen – aber kein Wort über die aktuellen Probleme sprachen. Maximal über den neuen Mega-Bösewicht Contador, der in dieser Rolle Lance Armstrong folgt.

    Wie sehen aus der Binnensicht die Indizien für eine aufgebrochene Omerta aus?


    • Die Serie in der L’Équipe habe ich auch verfolgt. Dort kam auch Paul Kimmage zur Wort, der sich auch auf das aktuelle Peloton bezogen. Den Link zum Interview in der L’Équipe finde ich gerade nicht, dafür nur das bereits verlinkte ARD-Interview mit ihm, sind ähnliche Aussagen:

      “Es gab bisher positive wie auch negative Zeichen. Dinge, die einen das Schlimmste befürchten lassen. Beispielsweise die Tatsache, dass ein BMC-Soigneur und ein ehemaliger Fahrer des Omega-Pharma-Lotto-Teams mit Dopingsubstanzen erwischt worden sind. Das erinnert an Willy Voet und den Festina-Skandal 1998, wenn auch auf einer viel geringeren Ebene. Aber im Prinzip ist es das gleiche: Jemand, der eng an das Team angebunden ist, bringt Drogen und Dopingmittel mit. Das ist beunruhigend, so sehr ich – und das tue ich wirklich – inzwischen vielen Rennfahrern vertraue.”

      Kimmage spricht mir aus der Seele, kann diesen Eindruck nach meinen Beobachtungen hier vor Ort nur bestätigen. Aus meiner Sicht herrscht nicht mehr die altbekannte Omerta, in der das komplette Feld über die Dopinggeschehnisse Bescheid weiß und schweigt. Leider radeln noch viel zu viele alte Halunken mit (Komplette RadioShacks, viele BMC, Basso, AC, Gilbert, Schlecks? etc.). Dazu die Ganoven im Hintergrund. Sicherlich existieren noch verschiedene Allianzen und in einigen Teams professionelle Doping-Strukturen, aber man sollte sich eben hüten das komplette Peloton zu verurteilen. Im Gegenteil: Speziell in den französischen Teams und bei Garmin-Cervélo sind die Strukturen transparent und jede Frage zum Thema Doping wird ausführlich ohne genervte Reaktion beantwortet. Von einem wirklich großen Fortschritt wird man aber erst dann sprechen können, wenn aktive Athleten über andere Aktive auspacken.

      Mich nervt es nur, wenn jeder neue Dopingfall als Rückschritt gesehen wird. Dieser Sport war existenzgefähredend verseucht und es kann nur in kleinen Schritten über mehrere Generationen besser werrden. Sicherlich ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen, in denen man den Favoriten um den Gesamtsieg vertrauen kann. Aber aus meiner Sicht ist die Chance groß, dass viele Ausreißer und Etappensieger in diesem Jahr wirklich verdiente und saubere Champions sind.

      Ich bezeichne mich als einen kritischen Journalisten und werde dementsprechend auch in Zukunft in keine Radsport-Jubelstürme verfallen, aber mich motiviert jeder kleine Schritt der Besserung in meiner täglichen Arbeit.

      Kai, du weißt, ich bin ein großer Fan deiner Blogleistung und ein täglicher Leser. Über deine Einstellung zur Tour habe ich mich aber schon öfters gewundert, da du ja auch insbesondere über die Amerikanischen Sportarten ausführlich berichtest. Ist für dich dort das Dopingvergehen nicht relevant, weil nich darüber berichtet wird respektive ohne aufwändige Kontrollen auch kaum Dopingfälle offenbart werden?


      • Ich weiß das meine Haltung bzgl der NFL im Vergleich zur Tour nicht konsequent ist — aber es ist eine Geschichte die abseits der Logik stattfindet und eine Gefühlsentscheidung ist.

        Was Radsport, Leichathletik und den Nordischen Skisport eint, ist der Umstand das es Individualsportarten sind – auch wenn der Radsport ein Teamkonstrukt besitzt. Aber es ist ein Individuum was die Etappen gewinnt und as den Gesamtsieg einholt.

        Auf dieser Ebene habe ich das Vertrauen in die Sportler verloren. Die Kackfrechheit wie Leute für die man viel Empathie empfand, wie Aldag oder Zabel über Jahre hinweg einen Schein bewahrt haben, hat bei mir zuviel verbrannte Erde hinterlassen.

        Wo ich keine Empathie für den individuellen Sporler empfinden kann, kann ich auch kein Interesse mehr für die jeweiligen Individualsportarten mehr entwickeln. Es wird bei mir noch Jahre dauern, bis sich vielleicht Sportler herauskristallisiert haben, bei denen ich bereit bin, einen Vertrauensvorschuss zu investieren.

        Das sieht im Basketball, Football und Hockey für mich anders aus. Da färbt das individuelle Doping eines Spielers nicht zwangsläufig auf die Mannschaft ab.

        Ich halte Doping in der NFL für weit verbreitet, kann aber z.B. beim besten Willen nicht sagen, ob es Team-gesteuert oder Spieler-gesteuert ist. Das was bislang aufgeflogen ist, sind grosso modo individuelle Fälle gewesen.

        Ich würde mir aber in der Tat wünschen dass NFL und NFLPA mehr zur körperlichen Gesundheit tun würden. Strengere Dopingtests. Gewichts- oder BMI-Begrenzungen. Ich halte es für ein großes Problem, dass dies nicht stärker in den Medien behanelt wird und ich fürchte, dass da inbesondere im College Football noch ne Zeitbombe tickt.

        Wie gesagt: an dem Punkt bin ich nicht konsequent, ja.

        Was den Fußball angeht, habe ich mehrmals bei mir im Blog geschrieben, dass ich eine weite Verbreitung (Ligaebene) von Doping nicht für wahrscheinlich halte, da aufgrund der Kadergrößen und der Spielerwechsel längst was durchgesickert wäre. Für wahrscheinlicher halte ich das Doping in einen engeren Kreis (Schlüsselspieler, Nationalmannschaften vor Turnieren). Eine Omerta ist bei vielleicht 300-400 Radfahrern durchzuhalten, aber nicht bei 5 Top-Ligen mit 90 Mannschaften, über 2.000 Spielern und permanenter Fluktuation.

        Es kommt ja nicht von ungefähr, dass beim Thema “Doping im Fußball” immer die gleichen, teilweise Jahrzehnte alten Geschichten durchgeorgelt werden. Dopende Nordkoreaner ist angesichts deren laufstarken Fußballs (bei Männder und Frauen) und der Isolation keine Wahnsinnsüberraschung, aber auch nicht als Beleg für Doping allerorten im Fußball tauglich.


        • Erstmal Sorry wegen der späten Antwort, das selbe gilt für probek ;)

          Ich habe deine Einstellung verstanden, ein paar Aussagen hatte ich tatsächlich schon in deinem Blog gelesen, aber nach deiner ausführlichen Antwort verstehe ich den Gedankendank. Kann ich alles gut nachvollziehen.

          Beim Fußballthema habe ich allerdings eine andere Meinung. Ja, eine mannschaftsübergreifende Omerta wird es dort wohl kaum geben, Begründung hast du geliefert. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass Doping im Fußball weit aus verbreiteter ist, als wir es annehmen und höchst professionelle Dopingstrukturen vorhanden sind.

          Warum hören wir dann immer die selben Fälle? Weil die Kontrollen im Fußballbereich absolut lächerlich sind und nur dumme Sportler sich erwischen lassen können. Das ist ein Fakt. Kaum Proben, meist nur auf Urin, alle hundert Jahre eine Blutprobe. Jeder Fußballer, der es drauf anlegt, kann sich seine ganze Karriere über voll pumpen ohne aufzufliegen. Davon bin ich fest überzeugt.

          Es existieren kaum Trainingskontrollen und die Wettkampfkontrollen im Fußball sind mehr als halbherzig. Und was passiert, wenn mal einer auffliegt? Die Medien berichten in einer kleinen Meldung und der Sportler kommt immer wieder durch die kleinste Ausreden mit einer Strafmilderung davon. Warum wurden beispielsweise die Hoffenheimer vor 2 Jahren nicht sofort gesperrt, als sie den Test geschwänzt haben? Weitere Beispiele kann ich gerne nachliefern, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe, habe gerade nur lückenhafte Erinnerungen an einen Arsenal-Spieler (?), der vor wenigen Monaten nach einer positiven Probe nur für 3-Monate gesperrt wurde.

          Natürlich wird der Radsport in der Theorie immer anfälliger für Doping bleiben. An erster Stelle steht das Talent und die Technik. Sobald auf einer professionellen Ebene gespielt wird, erhöht sich die Relevanz von Regeneration, Ausdauer und Kraft. Alles wunderbar manipulierbar.


  2. „Der Radsport ist nicht mehr die am meisten Doping verseuchteste Sportart.“ Ui, welche ist es dann? Gewichtheben? Diskuswurf? Wrestling? Und welche davon hat ähnliche Medienpräsenz im öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen?

    Davon ab: wäre das extrem widerwillige Verlassen dieses letzten Platzes wirklich schon genug, dass es „schon wieder Spaß“ macht? Mir jedenfalls nicht.


    • Ein paar der Fragen habe ich in der oberen Antwort an Kai schon beantwortet. Es gibt eine Menge Sportarten, die mindestens genauso ausführlich in verschiedenen Medien ausführlich begleitet werden:

      Leichtathletik, SuperBowl, Triathlon, Biathlon, Langlauf…

      Und wie stehst du zu den aktuellen Dopingfällen im Fußball? Mexiko, 3xFrauen-WM… Sobald viel Geld fließt, wird auch betrogen. In der einer Sportart ist es mehr die Korruption, in der anderen Doping.

      Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe totales Verständnis für jeden Fan, der die Tour nicht mehr verfolgen will. Will niemanden überreden, freue mich aber über diese Diskussion hier ;)


      • Weil anderswo auch gedopt wird, macht dir der Radsport also wieder Spaß? Weil es dann eh egal ist? Nach dem Motto: man dürfte, weil überall gedopt wird, konsequenterweise ja gar keinen Sport mehr gucken, also stelle ich auf Durchzug und genieße einfach wieder jeden Sport, egal, wer den wie betreibt?

        Ich habe dagegen ein generelles Misstrauen insbesondere bei Ausdauersportarten und bei keinem von denen wirklich ein großes Vergnügen, mache aber doch immer noch Unterschiede bei den Sportverbänden und der Sportlerszene im Umgang mit Dopingsündern aus. Da war der Radsport jahrzehntelang alles andere als Vorbild. Das werde ich denen auch so schnell nicht verzeihen, selbst wenn ich selbst zu frühen Ullrich-Zeiten vom Straßenradsport recht angetan war. Die Zeit ist vorbei.

        Wie ich zu den aktuellen Dopingfällen im Fußball stehe? Wenn wir solche Fälle im Fußball-Spitzensport, in Bundesliga oder Champions League oder bei Männer-Weltmeisterschaften und Mannschaften wie, sagen wir mal, England, erleben, dann reden wir mal weiter. Noch sind es Ausnahmefälle, keinesfalls vergleichbar mit dem Umfang, den Doping in der Spitzenveranstaltung der Radsportszene, der Tour de France, hatte.

        Korruption und Doping zu vergleichen, halte ich auch nicht für angebracht. Ist ein anderes Thema: welcher olympische Sportverband ist denn, weltweit gesehen, wirklich korruptionsfrei?

        PS: “an Kai” ist gut.


        • Verstehe deinen ersten Absatz nicht. Worauf beziehst du dich?

          Wenn du meinen Blog ein wenig verfolgst, wirst du wissen, dass ich ein absoluter Dopingkritiker bin und meine Augen nicht verschließe. Der Radsport ist weiterhin verseucht und wird auch nie einen 100% sauberen Status erreichen. Ich freue mich über jeden Halunken (Athlet, Doktor, Manager, Betreuer…), der erwischt wird und versuche dazu meinen Beitrag zu leisten. Ich verfolge den Radsport mit genau diesem Bewusstsein.

          Ich bin kein Radsport Fan, sondern ein Journalist, der mit Leidenschaft über diesen Sport berichtet. Du wirst nie erleben, dass ich in irgendeiner Sportart einen Athleten hochjubel. Das ist nicht mein Job. Das kann ich machen, wenn ich zu Hause vorm Fernseher sitze, privat ein Sportereignis verfolge und mir dabei ein paar Bier reinkippe. Mich faszinieren andere Dinge am Radsport. In erster Linie die Menschen, Beispiele:
          a.) Die alten Doping Halunken.
          b.) Die neuen Halunken, die sich als Heiler der Sportart darstellen.
          c.) Neue Teammanager, die vielleicht wirklich helfen.
          d.) Pat McQuaid
          e.) Proudhomme
          f.) Die nichts lernenden Athleten.
          g.) Athleten, die sich verändern..
          h.) Athleten, an die ich nicht rankomme, die keine Öffentlichkeit zulassen.
          i.) Die Menschen an der Straße.
          j.) Nachwuchsradler
          k.) Pressesprecher, die zwischen den Fronten stehen
          l.) Masseure/ Psychologen der Fahrer


          Mein Statement zum Fußball findet du bei der Antwort an dogfood. Sei zufrieden. Du wirst auch in absehbarer Zeit kein Dopingskandal bei einer WM, in der Premier League etc. erleben.

          Korruption und Doping setze ich gleich, haben wir einfach eine unterschiedliche Meinung. Beides ist ein Betrug, durch den Fans, Sponsoren, alle Beteiligten belogen werden.

          Bin ich gerade blind? Hattest du nicht etwas in Richtung “gemeinsames Bier kommste nich rum” geschrieben? Wie auch immer. Ja, wir werden uns noch Treffen. Würde mich wirklich freuen, dich (und dogfood) persönlich kennenzulernen.


  3. Pingback: Ende einer Sommermärchen Reklame-Aktion | sportinsider

  4. Doping und Korruption stehen schon irgendwo auf dem selben Level für mich. Es geht immerhin um die gleiche Sache letztlich. Gewinnen und Geld auf unfaire Art und Weise. Natürlich hängt das nicht immer direkt miteinander zusammen. Identisch ist es aber schon.

    Halte es übrigens für schwachsinn, daran zu glauben, Sportarten in denen es keine oder nur wenige Vorfälle gibt, wären frei. Wo nichts gefunden wird, ist halt dem getreuen Mund nach nichts. Außer im Radsport. Da ist ja jeder gleich verdächtig. Selbst wenn die Personen nicht dopen oder so dopen, dass es mit dem heutigen Mitteln unmöglich ist, dieses zu erkennen. Warum wird also im Radsport da eine ganz andere Wellenlänge angelegt? Versteh ich nicht. Ist in Deutschland auch etwas kontrovers zur eigentlich Unschuldstheorie.

    Hatte letztens mal eine Statistik gelesen, dass ca. 50% der Proben im Radsport auf Blut gehen, während im Fußball nur auf Urin getestet wird. Auch etwas, ja, merkwürdig. Ich weiß letztlich nicht, in wie weit die Sportarten verseucht sind oder nicht. Ich weiß aber auch nicht, in wie weit letztlich getestet wird und in welchen Umfängen. Was ich weiß: Die Doofen werden immer gepackt. Das zeigt der Radsport und das ist zum Glück so. Es gibt immer Betrüger, die damit lange und vielleicht immer durch kommen. Darunter vielleicht auch ein gewisser Mann aus Amerika, der die schöne Radrundfahrt einige male am Stück gewann.

    Finde es, kurz gesagt, schade, dass der Radsport dieses Image hat. Und genau so schade, dass man überhaupt über Doping sprechen muss. Blöde Pharmaindustrie!


  5. Wollte mich damals eigentlich in die Diskussion einschalten, aber meine Gedanken/mein Kommentar war dann irgendwie weg. Hab dann einen Text draus gemacht: http://www.danieldrepper.de/doping-im-fusball-beckenbauer-juve-und-ein-bayrischer-arzt/


  6. Pingback: Datenbank zur Tour de France 2011 | Jonathan Sachse

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