-Liveblog von der 39. Sitzung des Sportausschusses -Pressespiegel zum Rausschmiss aus dem Sportausschuss -Aufruf an Bürger, Journalisten, Blogger – mitdenken!

Aufruf an Bürger, Journalisten, Blogger – mitdenken!

28.10.

Vor ein paar Stunden hat Jens Weinreich zu einer großen Crowdsourcing-Initiative aufgerufen. Zunächst ein Versuch, vielleicht bald mehr als ein zeitbezogenes Projekt. An dieser Stelle möchte ich alle Leser dazu aufrufen, an der Ideenfindung bei Jens teilzunehmen.

Worum geht es? Der hier live dokumentierte Beschluss in Zukunft alle Journalisten, Blogger, (Referenten) und Gäste nicht mehr die Sitzungen des Sportausschusses besuchen zu lassen, ist ein No-Go. Eine unverständliche Entscheidung, weil keine fundierten Gründe genannt werden. Wer nur mit der Berichterstattung unzufrieden ist, muss sich Nordkorea und ähnliche Vergleiche gefallen lassen.

Der Antrag von Klaus Riegert steht für ein sportpolitisches Machtgehabe, was er und zahlreiche Kollegen pflegen. Für die Berichterstatter sei es ein Privileg gewesen, die letzten Jahre aus dem Sportausschuss berichten zu dürfen. Sollen die Kollegen jetzt dankbar auf die letzten gnädigen Jahre zurückblicken? Ich selbst war erst zum zweiten Mal dabei. Die erste Runde hat Daniel Drepper eindrucksvoll dokumentiert, beim zweiten Mal saß ich nach wenigen Minuten vor verschlossener Tür. Mein Anspruch war es, in Zukunft die einzelnen Parteien und ihre Ziele besser zu verstehen. Gerne hätte ich mich mit den Vertretern getroffen, ausgetauscht und versucht ihre Motivation zu verstehen. Dieses Vorhaben überdenke ich seit Mittwoch. Verschwende ich dadurch nicht meine Zeit? Erwarten mich nicht nur PR-Gespräche? Kostbare Zeit, die man besser nutzen kann… Recherche… es gibt genügend Baustellen.

Zurück zu Jens Weinreich. Er schlägt erste Schritte vor, in seinen Worten:

1) Ich finde, weder Medien noch die sonstige Öffentlichkeit sollte das den CDU-CSU-FDP-Kameraden durchgehen lassen.
2) Mit Glossen, die gestern und heute in einigen Zeitungen zu lesen waren, ist es allein nicht getan. Es bedarf klarerer Worte und Aktionen. Denn diese Steinzeit-Handlungen höhlen die Demokratie weiter aus.

// Die Berichterstattung dokumentiere ich seit gestern hier.

3) Ich finde, ein partieller Medienboykott ist angebracht. Weder Blogger noch Journalisten sollten von den künftigen Ausschusssitzungen berichten. Das gilt auch für Nachrichtenagenturen.
4) Wohl aber sollten diese Medienmenschen ihre frei werdende Zeit sinnvoll nutzen und geschlossen wichtige Hintergründe, Skandälchen und Skandale der real existierenden deutschen Sportpolitik recherchieren.
(…)
Stattdessen sollten Journalisten und Blogger und interessierte Bürger vielmehr, zum Beispiel …
5) … die Geschäfte des Joachim Günther (FDP) durchleuchten,
6) … das Eigenleben der in Bonn residierenden BMI-Sportabteilung unter Gerhard Böhm beschreiben,
7) … den Öffentlichkeitsblockern im Ausschuss Demokratie beibringen, nicht erst bei den nächsten Wahlen, wenn die Kreuze für die Piratenpartei gemacht werden.
(…)
Any thoughts? Vorschläge? Lasst uns sammeln und diskutieren – Sofortmaßnahmen, Recherchethemen. Alles.

Vor drei Jahren habe ich meine Studium-Abschlussarbeit über “Crowdsourcing in Sportvereinen” geschrieben. Von dem Modell der “Weisen Masse” bin ich überzeugt. Man muss die Möglichkeiten der modernen online Datenbank nur sinnvoll einsetzen. Nach der passenden Mechanik muss sicherlich noch gesucht werden. Dennoch: Jens Weinreich wagt einen Anlauf. Tragt euren Teil bei. Ein Satz, eine große Idee. Egal. Crowdsourcing Brainstorming. BADÄMMDÄMMDÄMM – Elektro!

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