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3. Update: Contador vor dem CAS

21.11.

Vor knapp 14 Monaten wurde der Clenbuterol-Fall um Alberto Contador publik. Nach einem langen, langen Weg wird der CAS heute endlich mit dem Verfahren beginnen. Mit einem (finalen) Richterspruch wird erst im März 2012 gerechnet.

In der Pressemitteilung zum Prozessbeginn in Lausanne heißt es:

“In the CAS arbitration between the International Cycling Union (UCI) & World Anti-Doping Agency (WADA), and Alberto Contador & the Spanish Cycling Federation (RFEC), the hearing will take place in Lausanne from 21 November 2011 at 12:00 (noon) to 24 November 2011 at around 12:30pm.

There will be no press conference before or after the hearing. The CAS will issue its decision with reasons as soon as possible but probably not sooner than several weeks following the completion of the hearing.”

Der lange Weg bis hierhin…

Der Weg durch die Instanzen im Fall AC, Grafik: jsachse



An dieser Stelle möchte ich die Faktenlage, soweit sie mir vorliegt, noch einmal kurz zusammenfassen. Mit einem Spezialgerät aus dem Kölner Labor konnten Alberto Contador 4 positive CLenbuterol-Proben im Rahmen der Tour de France 2010 nachgewiesen werden. Keine zwei, wie oft berichtet. Konkret wurden an vier unterschiedlichen Tagen via Urinkontrolle folgende Clenbuterol Werte nachgewiesen:

21. Juli 2010 – 50pg pro ml
22. Juli 2010 – 16pg
24. Juli 2010 – 7pg
25. Juli 2010 – 17pg


Diese Kontrollen wurden von den Kölnern unabhängig von den sonstigen Tourkontrollen durchgeführt. Die UCI ließ dem Labor dabei freien Spielraum und wurde gemeinsam mit der WADA Mitte August über die positiven Proben unterrichtet. Allerdings ohne Namen zu kennen, wie üblich werden zunächst nur die positiven Werte ohne Kennung weitergegeben.

Ende August wurde Alberto Contador informiert und am 8. September die B-Proben geöffnet – spätestens jetzt hätte die UCI die Öffentlichkeit informieren können. Allerdings war der Radsportweltverband auch nicht verpflichtet die positiven Proben publik zu machen. Die niedrigen Werte ließen von Beginn an Raum für Spekulation. Erst die Recherchen von Seppelt und Kempe zwangen den Radsportweltverband Ende September zu einer Pressemitteilung.

AC bejubelt, 15. Etappe der Tour de France 2011 - Foto: jsachse

15. Etappe der Tour de France 2011 - Foto: jsachse



Die bisher bekannte Verteidigungsstrategie von Contadors Anwälten und den spanischen Radsportverband RFEC:
1. Er habe während der Tour versehentlich kontaminiertes Fleisch verzerrt. Die Beweislast lag in diesem Fall bei Spanier. Den Produktionsweges seines Fleisches konnte er mittlerweile bis hin zum Muttertier nachweisen.
2. Eine so geringe Menge Clenbuterol hätte ohnehin keine leistungssteigernde Wirkung erzielt.
3. Der Lügendetektorexperte Louis Rovner aus Hollywood.

Dem Spanier sitzen die UCI und WADA gegenüber, die individuell geklagt haben und somit auch verschiedene Strategien fahren können. Unabhängig von der Strategie der beiden kann man bisher sagen:
1. Contador könnte Hightech Doping betrieben haben, indem er sich nur Mikrodosierungen zugeführt hat
2. Nach der NewYorkTimes und Seppelts Recherche wurden Plastikrückstände im Urin gefunden. Diese Rückstände könnten durch Blutbeutel zu Stande gekommen sein und für Eigenblutdoping sprechen. Die Mikro-Dosierungen Clenbuterol würden in diesem Fall nur als Verschleierungsmöglichkeit dienen. Folgt man dieser Strategie darf sogar von 2x Mikro-Eigenbluttransfusionen ausgegangen werden, da sich der letzte Clenbuterol Wert wieder erhöht. Das wäre astreines Hightech-Doping.

Leider fehlt mir an dieser Stelle die Zeit, um alle Links zu setzen und hier über die aktuellen Entwicklungen ausführlich zu berichten. Eventuell eröffne ich noch einen Liveblog. Jetzt rufen Kundentermine…

Die Chronologie der Ereignisse:
26.11.10 RFEC sperrt Contador
14.02.11 RFEC rudert zurück
24.03.11. WADA und UCI ziehen vor den CAS

1 Kommentar zu "3. Update: Contador vor dem CAS"

  1. Pingback: Urteil Contador: Ein trauriger Tag für den Sport | Jonathan Sachse

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